Verführung oder Verschmutzung? Wiener Plakatbotschaften im öffentlichen Raum

Stehen Sie auf Wiener Verführung ? Gewista auf jeden Fall! Mal Hand auf’s Herz: Kaufen Sie nach gesehener Plakatwerbung? Oder wählen Sie jene Partei, die Ihnen am freundlichsten zulächelt?

Verschmutzung an allen Flächen – Wien ist voll mit großflächiger Werbung und aktuell mit einer Unzahl von teils grotesk anmutenden Polit-Plakaten zugemüllt. Soll dies wirklich eine zeitgemäße Meinungsbildung in einer demokratischen Gesellschaft fördern?

Komisch, mein Anspruch ist es nicht. Ist es Ihrer? Für mich sind Polit-Plakate lediglich eine Reizüberflutung, die entsprechend nervt und mir ein ständiges Kopfschütteln herauslockt. Das Geschäft mit freien Werbeflächen finde ich übrigens auch wirtschaftlich sehr bedenklich und unfair gegenüber kleineren Unternehmen. Man denke dabei nur an die undurchsichtigen Verflechtungen der monopolisierten SPÖ-nahen Firma (Gewista), die durch ihre massive Präsenz in Osteuropa mittlerweile zu einer der mächtigsten Werbefirmen Österreichs aufgestiegen ist.

Last but not least, möchte ich sehr gerne die Konditionen erfahren, die Michael Häupl (SPÖ) von der Gewista erhält. Sind sie doch sonderbar gut verteilt, die vielen perfekt platzierten Plakatflächen der SPÖ mit ihren billigen, wienerischen Wortbotschaften. Hier gilt für mich nur Eines – wenn Polit-Plakate, dann mit partnerschaftlicher und (zeitlich) gleicher Aufteilung aller Parteien.

Und wer trägt eigentlich die Kosten? ICH sicherlich nicht! Sichtbar und bürgernah sein, sich permanent austauschen und mitmischen während der ganzen Amtsperiode: Das ist die neue Erfolgsformel für zukünftige politisch agierende Personen – dann braucht man auch weniger Plakatwerbung und es klappt besser mit den WählerInnen.

Somit 100 Punkte für die NEOS, denn da ist schon was dran am Abspecken des Politapparates und der unnötig aufgeblasenen Parteienwerbung.

Ach, fast hätte ich’s vergessen: Im Übrigen stehe ich sehr auf Selbstgemachtes z.B. auch auf selbstgebastelte Plakate, daher würde ich mich riesig über Eure Entwürfe freuen.

Meine neue Ella-Plakatierpolitik sieht damit so aus:

+ geregelte, einheitliche Wettbewerbsordnung für Politiker

+ Kulturspezifische Themen fördern

+ Gesunde Bildbotschaften zum Entschleunigen

+ „Kauf mich“- Botschaften abschaffen

+ Gewista-Monopol aufheben



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